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Übersetzungen

 

 

 

 

unsere Sprache

Die Sprachen der Welt

die englische Sprache

die italienische Sprache

D/englisch

die deutsche Sprache

bayeriche Mundart

 

 

Sprache

Beim Begriff Sprache denkt man unwillkürlich an die vielen unterschiedlichen Sprachen, mit denen wir Menschen uns verbal überall auf der Erde verständigen. Diese Art der Kommunikation, ist aber nur eine der vielen Möglichkeiten zur Verständigung, die Lebewesen untereinander haben.

Ein Großteil der Tierarten bedient sich einer schlichten Form der Sprache, die aus unterschiedlichen Einzellauten besteht. Je nach Tierart nennt man sie Bellen, Miauen, Pfeifen, Wiehern, Grunzen, Zischen, Krähen usw.

Aber nicht nur Tiere verständigen sich mit Lauten - aus einfachen Lauten geformte Sprachen sind auch Menschen geläufig, wie beispielsweise die aus Klick- und Schnalz-Lauten bestehende Sprache der Buschmänner oder die aus Pfeiflauten bestehende Sprache El Silbo der spanischen Insel La Gomera.

Neben Sprachen die aus reinen Lauten bestehen, gibt es mehrere Sprachformen die völlig ohne Laute auskommen. So kennen sehr viele Lebewesen eine meist unbewusste Körpersprache, mit Hilfe derer sie Stimmungen und Absichten sichtbar kommunizieren können. Bei Tieren spielt der instinktive Einsatz körperlicher Signale eine wesentliche Rolle im Zusammenspiel mit ihren Artgenossen und Feinden. Neben Drohgebärden signalisieren sie vor allem die sogenannten "Beschwichtigungssignale" - Zeichen des Wohlwollens, die sehr nah in den Bereich menschlich-guten Benehmens und anzerzogener Höflichkeit gehen.

Auch wir Menschen verwenden viele Gesten mit Hilfe unserer Körperteile wie Finger, Arme oder Kopf, die in der Regel allerdings erlernt sind. Hier finden sich geografische bzw. kulturelle Unterschiede, die sehr relevant sein können. So lehnt ein nickender Grieche ein Angebot ab, während ein schweigender Japaner es hingegen annimmt - im Gegensatz zum deutschen Kulturkreis, wo Nicken für ein Bejahen steht und Schweigen Ablehnung signalisiert.

Als eigenständige Sprache kann die Gebärdensprache der Gehörlosen gelten, die sich mit Hilfe eines Finger-Alphabets und anderen Hand-Gebärden verständigt. In einigen Ländern ist sie auch offiziell als Sprache anerkannt (zB in Deutschland).
Das Finger-Alphabet oder Abwandlungen davon (zB die alte Version mit zwei Händen) kennen viele von uns noch aus der Schulzeit, wo es dazu diente, kurze geräuschlose Nachrichten hinter dem Lehrer durchs Klassenzimmer zu senden.


 

 

Sprachen der Welt

Wie viele unterschiedliche Sprachen heute in Gebrauch sind, steht nicht sicher fest; die Zahlen variieren von drei- bis zehntausend. Eine wesentliche Rolle dabei mag das Fehlen einer feststehenden Unterscheidung zwischen "Sprache" und "Dialekt" spielen.

Über die Hälfte aller Sprachen der Welt gehören der indogermanischen Sprachfamilie an: mehr als zwei Milliarden Menschen haben eine dieser Sprachen als Muttersprache. In Europa zählen nur wenige Sprachen nicht zu dieser Sprachfamilie, darunter Finnisch, Ungarisch oder Estnisch.

Innerhalb der indogermanischen Sprachfamilien unterteilt man in mehrere, eng miteinander verwandte Gruppen.
So zählen Deutsch und Englisch neben dem Niederländischen und den skandinavischen Sprachen zu den Sprachen, die sich aus dem Germanischen entwickelt haben. Der Einfluss der Kelten findet seinen Niederschlag im Irischen, Schottischen oder Walisischen. Die romanischen Sprachen wie Italienisch, Spanisch, Französisch oder Latein gehören zu den italischen Sprachen.


 

 

Englisch

Gibt es Englisch überhaupt? Die Engländer pflegen ein britisches Englisch, in den USA spricht man Amerikanisch und auch Australien, Südafrika oder Kanada haben eigene Varianten in Ausdruck, Betonung, Schreibweise, mitunter auch in der Bedeutung von Vokablen sowie eigene Begriffe. Allein nur die Rechtschreibprüfung von MS-Word kennt dreizehn verschiedene Versionen von "englisch".

Nach dem Chinesischen ist Englisch die zweithäufigste Sprache, man schätzt die Zahl der englischen Muttersprachler auf über 500 Millionen. Gleichzeitig ist Englisch die häufigste Zweitsprache und damit die weitverbreitetste Sprache der Welt. Der Wortschatz der englischen Sprache greift auf zahlreiche andere Sprachen zurück, darunter auch deutsch, französisch oder spanisch.

Neben der sachlichen Herkunft der Quelle spielt auch oft die Zeit, aus der der Text stammt eine Rolle. Theaterstücke von Shakespeare (Thy love ne'er alter - A midsummer night's dream) und Liedertexte heutiger Popbands (your luv won't change) haben sprachlich schon fast nichts mehr gemeinsam.

In der Medizin, der pharmazeutischen Industrie und vielen anderen Branchen ist das amerikanische Englisch mittlerweile fast schon internationaler Standard geworden, sofern es sich nicht um beispielsweise wissenschaftliche Publikationen in britischen Fachjournalen handelt. Bei Übersetzungen müssen derartige Umstände vorab entsprechend geklärt und berücksichtigt werden.


 

 

Italienisch

Italienisch ist eine Sprache aus dem romanischen Zweig der indogermanischen (indoeuropäischen Sprachen) und gehört zur Gruppe der ost-romanischen Sprachen. In den Lauten und im Vokabular ähnelt es vor allem dem Lateinischen.

Neben etwa 55 Millionen Italienern, die Italienisch als Muttersprache sprechen, gibt es u.a. in der Schweiz, auf Korsika oder in Istrien und Dalmatien weitere 7 Millionen italienische Muttersprachler.

Die heutige italienische Sprache ist vorwiegend aus dem toskanischen Dialekt hervorgegangen. Vor allem die literarischen Werke Dantes, Boccaccios und Petrarcas waren für dessen Verbreitung verantwortlich. Erst im 19. Jahrhundert etablierte sich das "Florentinische" als die Nationalsprache Italiens.

Italien hat viele regionale Dialekte mit großen Unterschieden. Das Sardische und das Lardinische haben dabei den Status einer eigenen Sprache erlangt, aber auch Sizilianisch, Neapolitanisch, Romagnolo und viele andere Dialekte klingen für Nicht-Muttersprachler bereits schon wie eine eigene Sprache.

Zahlreiche italienische Begriffe und Wendungen sind in vielen Sprachen der Welt gebräuchlich geworden, vor allem natürlich solche aus der italienischen Küche. Der in den 60er und 70er Jahren in Deutschland gebräuchliche Ausdruck Pasta asciuta (getrockneter Teig) für alle Arten von Nudelgerichten ist dank der Verbreitung von Feinheiten nicht nur italienischer Koch- sondern auch Sprachkunst den jeweils korrekten Namen wie Spaghetti, Maccheroni oder Rigatoni wieder in Vergessenheit geraten.
Neben den gastronomischen Begriffen sind auch Vokabeln wie ciao oder bella fast überall auf der Welt verständlich. Das Wort casino dagegen bezeichnet im Italienischen alles mögliche - als Spielhallen mit oder ohne Roulette-Tischen dagegen ist der Begriff in Italien nicht geläufig. Weil derart vornehme Sala da giocchi in ganz Italien schlichtweg verboten sind, errichteten die Grimaldis einst das berühmte Casino in Monte Carlo.


 

 

Denglisch

Sie kennen Denglisch noch nicht?

Als Denglisch bezeichnet man die Benutzung englischer Begriffe in der deutschen Sprache - vor allem die überflüssige.

Hab ich in der Schule noch von Rechnern gelernt - benutze ich heute einen Computer. Spätestens, wenn ich mich zum Kauf eines Laptops entschließe, bleibt mir ohnehin nichts anderes übrig als diesen Begriff auch so zu verwenden, wenn ich meine Mitmenschen nicht mit Begriffen wie "Schoßrechner" oder gar "auf dem Schloß Aufliegendes" verwirren möchte.
Dennoch weigere ich mich, mir ein neues Keyboard zu kaufen, wenn meine alte Tastatur den Dienst quittiert. Keyboards kenne ich aus den 70er Jahren hauptsächlich aus der Musikbranche und da ich eher Texte als Melodien komponiere - tippe ich nach wie vor auf einer Tastatur und nicht auf einem Keyboard.

Von unterwegs aus telefoniere ich dagegen sehr gerne mit meinem Handy, das alle Englisch-sprachigen lieber umständlich als mobile phone bezeichnen. Wo doch unsere denglische Wortschöpfung wirklich genauso handy (praktisch) ist wie das Handy selbst. Und man muss durchaus nicht much of a handy (handwerklich geschickt) sein, um es zu bedienen. Sprachlich sollte man allerdings schon wissen, wo ein Begriff hingehört, wenn man die Handynummer eines Engländes oder Amerikaners haben möchte.

Ein perfektes Denglisch zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es weder von der deutschen noch von der englischen Sprache her völlig korrekt ist. Anglizismen sind im Deutschen übliche Begriffe, die sich im Laufe der Zeit in unsere Sprache eingegliedert haben und die nicht ins Deutsche übersetzt werden können, ohne deren Sinn zu entstellen.

So mögen beispielsweise ein "Hamburger" und eine "Bulette" durchaus viel gemeinsam haben - sie im synonymen Sinne zu verwenden, wäre zumindest gastronomisch ebenso unverzeihlich wie ein Eisbein mit einem bayerischen Schweinebraten gleichzusetzen. Natürlich kennt die deutsche Sprache den Begriff eines "persönlichen Rechners" - als Übersetzung für einen "PC" wäre er aber nicht nur sinnentstellend, sondern könnte durchaus zu weitreichenden Mißverständnissen führen.

Ein "heisser Hund" ist etwas völlig anderes als ein "Hot Dog" und "geröstete dünne Kartoffelscheiben" haben in einem PC absolut nichts verloren - ohne "Chips" dagegen wäre letzterer einigermaßen funktionsuntüchtig.

Warum ich allerdings nicht mehr mit dem Eyecatcher (=Hingucker) "Sonderangebot" zum günstigen Kaufen animiert werden soll, sondern mit brilliant-roten Sales-Plakaten, leuchtet mir allein schon deshalb nicht ein, weil kaum ein Angestellter in diesen Läden dann auch wenigstens einigermaßen englisch spricht.
Was sie übrigens mit sehr vielen anderen Menschen in unserem Land gemeinsam haben...
So sind nicht nur viele Gebrauchsanweisungen in der deutschen Version fast schon so unverständlich wie die thailändische - auch zum genauen Studium der meisten Telefonrechnungen empfiehlt es sich, vorher mindestens einen Englisch-Kurs auf der VHS absolviert zu haben.

Es gibt zahlreiche Argumente für "das Denglische" - bisher ist mir allerdings noch keines begegnet, dass sich nicht sachlich entkräften liesse.
Ich persönlich empfinde es eigentlich nur als überaus peinlich, wenn in beruflichen Situationen Professionalität durch Denglisch untermauert werden soll - die Beherrschung der eigenen Muttersprache sowohl im Ausdruck als auch grammatikalisch ist das Mindeste, das ich als Kriterium für Professionaliät verstehe.

Wie überzogen und unverständlich ein Text in "perfektem Denglisch" sein kann, können Sie hier in einem humorigem Beispiel nachlesen. Hier finden Sie auch Beispiele für die Auswüchse des Denglischen, die dazu führen, dass englische Begriffe so lange verbogen werden, bis sie wie ein deutsches Wort klingen. In meinem Beruf als Monitor hiess es beispielsweise, ich sei beim "monitorieren", während ich es vorzog, einen meiner Prüfärzte zu besuchen.


 

 

Deutsch

Wie das Italienische auch stammt unsere heutige deutsche Sprache aus dem Stamm der indogermanischen Sprachen, gehört aber zur Gruppe der germanischen Sprachen - der gleichen Gruppe, der auch englisch, niederländisch, dänisch, schwedisch oder isländisch entstammen.
Angelehnt an die alten Stammesgruppen der Germanen unterteilt man auch die germanischen Sprachen in drei Hauptgruppen: nord-, west- und ost-germanisch. Ebenso wie die englische zählt auch die deutsche Sprache zur westgermanischen Gruppe.
Zusätzliche Einflüsse, die beide Sprachen bis heute färben, entstanden durch die zahlreichen Auseinandersetzungen, die die jeweiligen Völker während ihrer Wanderungen mit anderen Völkern und Stämmen auszufechten hatten. So sind viele heute noch gebräuchliche deutsche Worte lateinischen, persischen oder griechischen Ursprungs.
Mit etwas über 100 Millionen Muttersprachlern liegt Deutsch auf Platz 9 der Weltsprachen, über 120 Millionen sprechen Deutsch als Zweitsprache. Innerhalb Europas ist Deutsch nach Englisch die am häufigsten gelehrte Fremdsprache, in einigen Ländern sogar noch vor dem Englischen.

Der Begriff "deutsch" leitet sich über "teutsch" aus dem germanischen Wort thiodisk für "Volk" ab. Innerhalb des Lateinischen wurden damit die Sprachen der Bevölkerungsgruppen bezeichnet, die weder lateinisch noch romanisch sprachen.
Durch starke politische Zersplitterungen vor allem während des Mittelalters, entwickelten sich zahlreiche deutsche Mundarten, die sich zum Teil sehr stark von einander unterscheiden. Nachbarschaftsbeziehungen, aber auch Kriege auf eigenem Boden führten zu weiteren fremdsprachlichen Einfärbungen der deutschen Sprache und - in weit höherem Maße - ihrer vielen Dialekte. Bayerisch zum Beispiel, hat weit mehr aus dem Französischen stammende Begriffe als die deutsche Sprache.

Seit dem 14. Jahrhundert bildete sich eine überregionale deutsche Schriftsprache heraus, die man als "frühneuhochdeutsch" bezeichnet.
Die Übersetzung der Bibel von Luther bis 1534 ins Neuhochdeutsche prägte durch die Bedeutung und Verbreitung der Bibel die Entwicklung der gemeinsamen deutschen Sprache.
Das erste deutsche Wörterbuch geht auf Johann Christoph Adelung, einen Erfurter Theologen zurück. Auch die Gebrüder Grimm begannen 1852 damit, unseren Wortschatz im "Deutschen Wörterbuch" zu katalogisieren. Aber erst Konrad Duden gelang es 1880, mit dem "Orthographischen Wörterbuch der deutschen Sprache" ein allgemein anerkanntes Wörterbuch für eine einheitliche deutsche Rechtschreibung zu verfassen, das auch heute noch als das maßgebliche Regelwerk für die deutsche Sprache gilt.

Die erste Rechtschreibreform in 1901 brachte, wie alle sprachlichen Anpassungen und Entwicklungen, wesentliche Erleichterungen und Kürzungen unserer Sprache. So gingen unsere Ur-Großeltern in ihren jungen Jahren noch durch die "Thüre", mussten sich dann aber später angewöhnen, die "Tür" zu schließen.

Auch die aktuelle Rechtschreibreform sucht vor allem Erleichterung und Vereinheitlichung. Heisst es zumindest. Während sich Sprache (sowohl die gesprochene als auch geschriebene) normalerweise entwickelt und diese Entwicklungen dann als "Reform" offiziell anerkannt werden - wurden sie hier explizit geschaffen. Tätsächlichen Entwicklungen wie beispielsweise Schreibweisen wie "BahnCard" (statt Bahn-Card) oder "SchülerIn" (statt Schüler/Schülerin) wurden dagegen so gut wie nicht Rechnung getragen.

Nicht nur wer die Feinheiten der deutschen Sprache liebt und schätzt, sieht sich bei soviel Erleichterung und Vereinfachung aber eher heillos überfordert oder wendet sich mit Grausen.
Ein paar Beispiele, zu welch tiefgreifender Verwirrung statt Vereinfachung diese Reform letztlich führt, können Sie hier nachlesen.

Nicht zuletzt deshalb gibt es nicht nur unzählige Printmedien wie Tageszeitungen, Zeitschriften und Bücher bzw. deren Verlage, die ihre Druckerzeugnisse nach wie vor (oder wieder, wie die FAZ) in der alten Rechtschreibung setzen, sondern eine regelrechte Protestwelle gegen die "Schlechtreibreform".

Übrigens:
Wussten Sie, dass die Rechtschreibreform nur für den Unterricht an Schulen gilt?
Näheres finden Sie im entsprechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 14. Juli 1998 (Aktenzeichen 1 BvR 1640/97). Sofern Sie die Schulbank also bereits verlassen haben, dürfen Sie deshalb weiterhin so schreiben, wie Sie es gelernt haben. Sofern Sie es noch wissen, bei soviel zulässigen Schreibvarianten. Vielleicht tröstlich zu wissen, dass Sie damit in durchaus zahlreicher Gesellschaft sind...


 

 

Bayrisch

Zunächst einmal ist "bayrisch" falsch. Es heisst "bayerisch". Behauptet zumindest Wikipedia. Womit Wikipedia ein bißchen recht hat.
Ganz korrekt hiesse es nämlich "bairisch". Zumindest wenn wir Ludwig Merkle folgen, dem Autor des Standard-Werkes "Bairische Grammatik" (Heinrich Hugendubel Verlag, München, 1975). Anton Schwind dagegen schrieb "Bayrisch von A-Z" (Ilmgau Verlag, Pfaffenhofen, 1966).

Wobei... Baiern sind wir eigentlich wirklich nicht mehr. Nicht, seit König Ludwig I. am 20. Oktober anno 1825 anordnete, das i in Baiern durch ein y zu ersetzen. Seitdem sind wir Bayern. Punktum.
Unsere Sprache dagegen - darf man ruhig weiterhin als Bairisch bezeichnen, stammt sie doch aus Zeiten, die weit vor denen König Ludwigs I. liegen. Ohnehin befindet sich der Bayer hier in einem schweren moralischen Konflikt. Einerseits sind wir sehr traditionsbewusst - also bairisch oder baierisch. Andererseits aber sind wir auch königstreu - also bayrisch oder bayerisch.

Bekanntermaßen spricht der Bayer nur das notwendigste und auch das nicht übermäßig deutlich, weil stets ein wenig grantig. Schreiben ist demzufolge noch viel weniger eine typisch bayerische Tätigkeit. Und deshalb ist es auch Sache der "Preissn" sich darüber den Kopf zu zerbrechen, ob es nun bairisch, bayrisch, baierisch oder bayerisch heisst - hören tut man den Unterschied eh net.

Und überhaupts - bayrisch - gibts sowieso eigentlich überhaupts gar net. Mir ham oberbayrisch, niederbayrisch, oberfränkisch, unterfränkisch, münchnerisch, allgäuerisch - um nur einige ganz wenige Spielarten der vielen bayrischen Dialekte zu nennen, die von Landkreis zu Landkreis und sogar auch von Dorf zu Dorf unterschiedlich sein können.
Habts mi?

No net? Also guad, dann halt anderst:
Kurzum, des is aso, dass der Bayer an sich gar net schreibt. Deszweng ist es auch völlig wurscht, WIE er net schreibt, weil er ja eh überhaupts gar nia net schreibt.
Wörtabiacha -(Wörterbücher) de brauchn mia Bayern eh net: Der Bayer an sich übermittelt seine Traditionen und Regeln mündlich, so wie eh und je zu alten bairischen Zeit schon. Und die bayrische Mundart, die lernt man durch Fütterung an bairischer Mutterbrust. Dann bist a "Waschechta".
Nur a "Echta" bist, wenn die nicht-bairische Mutterbrust samt dem Nachwuchs weit über die Aufzucht hinaus innerhalb der bayerischen Grenzen verbleibt und sich net wia a Preiss benimmt.
Ois andre - is a Zuagroassta. Ein Zugereisster. Und für de - san de Wörtabiacha.

Preissn - san was ganz was anderst. Des san solchtene von dene Zuagroasstn, de wo glaubn, sie müssten uns Bayern sagn, wie ma a richtigs Bayrisch spricht. Oder no schlimma, wie ma des schreibt.
Preissn, des sind auch Solchtene, de wo glaubn, dass wenn sie einen Oachkatzlschwoaf buchstabengetreu aussprechn können, sie dann damit auch schon Bairisch parlieren könnten. Der Bayer an sich dagegen, interessiert sich net für die Schweife der Eichhörnchen, weder verbal noch schriftlich noch überhaupts. Eichkatzerln san durchaus nette Viecherln, aber dera ihr Schwoaf (Schweif) - des is einfach bloß a Gpassettl, des wo der Bayer mit de Preissn gerne macht. Weils halt einfach so eine Mords-Gaudi is, wenn sich ein Preiss den Bleschl (die Zunge) bricht.


 

 

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