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Der Mensch und seine Tiere

 

 

 

 

Die Größe einer Nation kann man daran ermessen, wie sie die Tiere behandelt

Mahatma Gandhi
Indischer Politiker
(1869 - 1948)

 

Gross frisst Klein

Dass der Stärkere den Schwächeren tötet um selbst überleben zu können, ist ein natürliches Gesetz, das zur Aufrechterhaltung eines gesunden Gleichgewichtes sorgt und so das Überleben jeder Gattung sichert.
Der Löwe reisst die Gazelle und sorgt so nicht nur für sein eigenes Überleben, sondern auch für das der Gazellen. Deren Bestand ist nur dann gesichert, wenn allen Tieren genügend Nahrung und Wasser zur Verfügung steht - eine Überpopulation würde früher oder später zu deren Aussterben führen.

So hat es die Natur vorgesehen.


 

Moral und Ethik

Auch der Mensch lebt prinzipiell nach dieser, von der Natur vorgegebenen Maxime.

Tiere treffen mit Hilfe ihrer Instinkte die Entscheidung darüber, wann die Tötung eines Artgenossen oder einer Beute im Sinne des Naturgesetzes gerechtfertigt ist. In diesem Sinne kennen Tiere auch keine Unterscheidung zwischen "gut/böse" oder "falsch/richtig".

Wir Menschen dagegen sind darauf angewiesen, diese Situationen zu definieren und zu beschreiben. Nur wenn wir uns innerhalb des Rahmens bewegen, den unsere jeweilige Gesellschaft als "richtig" vorgibt, dürfen wir unsere "Beute" und in Einzelfällen sogar auch unsere eigenen "Artgenossen" straffrei töten.

In zahlreichen Gesetzen juristischer und/oder religiöser Natur sind diese Situationen detailliert beschrieben.
Deren Maßgaben variieren von Kultur zu Kultur, und selbst innerhalb unserer westlichen Kultur finden sich große Unterschiede. Selbst bei der Frage um die Tötung unserer eigenen Artgenossen ist deren "Richtigkeit" nicht unumstritten und wird teils heftig diskutiert. Als Beispiele dafür seien Themen wie Abtreibung, Sterbehilfe oder Todesstrafe genannt. Hierzu gibt es selbst zwischen Ländern, die ihre Gesetze ebenso wie wir nach den Vorgaben der christlichen Relgionslehre ausgelegt haben, sehr weitreichende Unterschiede in den jeweiligen ethischen und juristischen Grundsätzen.


 

Tiere im Dienste der Menschen

Sind wir Menschen uns schon keineswegs einig darüber ob und wann, es moralisch und juristisch gerechtfertigt sei, einen anderen Menschen vom Leben zum Tode zu befördern - sind wir es noch viel weniger, wenn sich diese Frage zur Tötung von Tieren stellt.

Tiere spielen in unser aller Leben eine weitaus größere Rolle, als uns dies spontan bewusst sein mag. Niemand von uns vermag ohne Tiere zu leben bzw. zu überleben. Neben den zahlreichen Diensten, die uns lebende Tiere erweisen, profitieren wir vor allem auch von toten Tieren.

Tiere und ihr Fleisch bilden eine wichtige Grundlage für unsere Ernährung. Selbst vegetarische und vegane Ernährungsphilosophien kommen nicht völlig ohne den Anteil aus, den Tiere mit ihrer Arbeit oder auch nur bloßen Existenz dazu leisten, dass wir überleben können. So gäbe es zB ohne die Arbeit fleissiger Blütenstaubtransporter nicht nur keinen Honig, auch viele Obstsorten würden ohne sie niemals das Licht der Sonne erblicken. Tierische Ausscheidungen und Fäulnisstoffe toter verwesender Tierkörper sind die Art von Dünger, die die Natur vorgesehen hat, um die Grundlage allen Pflanzenwachstums zu bilden.

Trotz allen wissenschaftlichen Fortschritts tragen wir bis heute die Häute von Tieren als Bekleidung oder als Assecoires dazu. Ihre Knochen, Körperflüssigkeiten und Fette finden vor allem für Kosmetika Verwendung und dienen als Grundlage zur Herstellung von Medikamenten und Immunseren.

Gerade in der Pharmaindustrie und in der medizinischen Forschung spielt das Leben von Tieren eine ganz besondere Rolle. Kein Medikament und keine etablierte Operationsmethode, wie wir sie heute einsetzen, würde unseren Blutdruck senken, unseren Herzen ein regelmässiges Schrittmaß vorgeben oder unseren Insulinspiegel regulieren - hätten wir die Tiere nicht.


 

Kreislauf der Natur

Aus diesem Grund habe ich den Tieren hier ebenfalls einige Seiten gewidmet.

Nicht nur als Geste der Dankbarkeit - sondern vor allem als kleinen Versuch dazu beitragen zu können, die Wichtigkeit der Existenz gesunder Tiere und ihr naturgemäßes Recht auf ein artgerechtes Leben wieder in unser aller Bewusstsein zu bringen.

Alles in der Natur ist Teil eines Kreislaufes; Tiere, Pflanzen und auch wir Menschen sind aus Sicht der Natur gleichwertige Rädchen in ihrem Regelwerk. Alles, was wir den Tieren antun, tun wir uns letztlich selbst an.

Die Natur rächt sich nicht, wir werden sie auch nicht zerstören können - jede einzelne unserer Handlungen (und Verfehlungen) wird aber ein Teil ihres Kreislaufes und kommt so früher oder später auch wieder bei uns Menschen an.

Diesen Grundsatz der Natur wieder in unser aller Bewusstsein wieder zurückzurufen, ist das Anliegen, das ich mit diesen Seiten verbinde.


wird fortgesetzt...


 


 

 

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